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Orgelmatinée in memoriam Hedi Richter

SonntagMittag in St. Andreas
…nach der 11-Uhr-Messe (ca. 12.00 Uhr)
ORGELMATINÉE
in memoriam Hedi Richter
Charles-Marie WIDOR 1844-1937
X. Orgelsymphonie op. 70 ‚Symphonie gothique‘
I Moderato
II Andante sostenuto III Allegro
IV Moderato
Christoph Kuhlmann, Orgel
Eintritt frei
Am 26. Januar 2024 – vor genau zwei Jahren – verstarb völlig unerwartet Hedi Richter, die in St. Andreas in vielfacher Hinsicht segensreich gewirkt hatte: als Vorsitzende des Fördervereins Kirchenmusik und des Andreasrates, als Sängerin in verschiedenen Ensembles, als ‚guter Geist in allen Dingen‘, als jemand, dem das Wohlergehen der Menschen und Dinge hier ein echtes Anliegen war.
Die heutige Orgelmatinée möchte ihrer gedenken mit einer Aufführung der X. Orgelsymphonie von Charles-Marie Widor, die angelehnt an die Kirche St. Ouen in Rouen mit ihrer prachtvollen Cavaillé-Coll-Orgel, die Inspiration für das Stück war, auch ‚Symphonie gothique‘ heißt. Dieses Werk basiert auf einem weihnachtlichen Motiv aus dem gregorianischen Choral, dem Hedi Richter zeitlebens eng verbunden war: ‚Puer natus est nobis‘.
Der erste Satz hat einen eher düsteren und unruhigen Charakter, man mag an die Programmatik eines Stückes von Marcel Dupré denken: ‚die Welt in der Erwartung des Heilands‘. Das anschliessende Andante ist dann allerdings eine der schönsten Bel-Canto-Cantilenen, die sich in Widors Orgelmusik finden lässt. Der dritte Satz ist eine streng durchgeführte Fuge, in der Widor das Thema kunstvoll mit dem ‚Puer natus‘-Motiv verschränkt. Der letzte Satz präsentiert das gregorianische Thema zunächst in ruhiger Atmosphäre und schickt es dann durch eine Serie von 6 Variationen, die das Werk nach einer hymnischen Passage in sanften Tönen ausklingen lässt.



