In unserer Gemeinde bewegt sich manches, auch jenseits von Messen und Veranstaltungen. Hier teilen wir die aktuellen Infos mit Ihnen, auf die wir auch vor Beginn unserer Wochenend-Gottesdienste hinweisen:
12./13. September 2026 | 24. Sonntag im Jahreskreis
Das Gemeindebüro Sankt Andreas ist bis voraussichtlich Mitte Oktober 2026 nicht besetzt.
Für Ihre Fragen, Anliegen und Termine wenden Sie sich bitte übergangsweise an das Pfarrbüro St. Aposteln.
Sollten Sie eine Intention für eine Heilige Messe haben, geben Sie bitte rechtzeitig vor der Messe in der Sakristei ab.
Am 12./13. September 2026 finden bundesweit die Tages des offenen Denkmals statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung gibt in St. Andreas am Samstag, 12. September einen Rundgang zum gotischen Chorgestühl sowie am Sonntag, 13. September einen Rundgang zu den Fenstern von Markus Lüpertz statt. Der Beginn ist jeweils um 15 Uhr. Treffpunkt ist am Tisch des Kirchenempfangs.
Wir laden herzlich ein zu einem biblischen Wochenende von Freitag, 30. Oktober bis Sonntag, 1. November im Exerzitienhaus Altenberg unter der Leitung von Pater Sebastian und Irmgard Conin. Das Thema lautet: „Die Antwort ist Begegnung – Hiob und die Frage nach dem Leid“. Anmeldeschluss ist Freitag, 18. September. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
Sankt Andreas auf einen Blick: Hier finden Sie die digitale Version unserer Monatsinfo September 2026, die als Flyer in der Kirche zum Mitnehmen ausliegt.
Wer mehr Auswahl haben möchte für einen Besuch in unserer Gemeinde, findet im Veranstaltungskalender weitere Angebote und Programmdetails.
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Impuls zum 24. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A, 13. September 2026
„Wenn dein „Bruder“ (und sicher auch deine Schwester) ….
„Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er gegen mich sündigt? Siebenmal?“ Petrus meint vermutlich, damit schon ziemlich großzügig zu sein. Doch Jesus antwortet: „Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal.“ Und das bedeutet übersetzt: Immer! Wenn du mir nachfolgst, gibt es keine Ausnahme.
Und dann erzählt er eine interessante Geschichte: Ein Mann hat bei seinem König eine riesige Schuld. Er kann sie niemals zurückzahlen. Der König erlässt sie ihm – einfach so. Doch kaum ist dieser Mann draußen, trifft er einen, der ihm eine vergleichsweise kleine Summe schuldet. Er packt ihn, fordert sein Geld und lässt ihn ins Gefängnis werfen.
Die Geschichte trifft einen wunden Punkt im menschlichen Herzen: Die allermeisten Menschen können sehr genau unterscheiden zwischen dem, was ihnen andere schuldig sind, und dem, was sie selbst anderen schuldig bleiben. Das ist menschlich. Und es ist unfair.
Viele führen innerlich Listen. Sie erinnern sich daran, wer sie enttäuscht hat, wer sie verletzt hat, wer ihnen Anerkennung verweigert hat. Schmerzhafte Erfahrungen. Vergebung bedeutet nicht, dass Verletzungen plötzlich ungeschehen sind. Und sie bedeutet auch nicht, dass wir alles hinnehmen oder keine Grenzen setzen dürfen. Die eigenen Grenzen zu kennen und für sie einzustehen, ist legitim und total wichtig.
Das Großartige und gleichzeitig herausfordernde am Vergeben ist: Ich lasse nicht zu, dass das, was mir angetan wurde, mein Herz für immer beherrscht! Unterstützend empfiehlt Jesus eine ehrliche und aufmerksame Selbsteinschätzung: Kannst du dich selbst als einen Menschen sehen, dem vergeben wurde?
Auch das ist schwierig, weil ich dann ja anerkenne, dass ich nicht perfekt bin und andere Menschen verletzte. Also verschließe ich davor lieber die Augen. Jesus ermutigt aber zu diesem ehrlichen Blick, weil ich keine Angst haben muss: Gott führt keine Buchhaltung meines Lebens, in der am Ende die Soll- und Haben-Seite gegeneinander aufgerechnet werden. Seine Barmherzigkeit eröffnet immer wieder einen neuen Anfang.
Nicht jede Rechnung muss beglichen werden. Nicht jede Verletzung muss zurückgezahlt werden. Nicht jedes letzte Wort muss gesprochen werden. Gerade in einer Stadt wie Köln, in der so viele unterschiedliche Menschen, Meinungen und Lebensentwürfe aufeinandertreffen, ist das eine wichtige Haltung.
„Lävve un lävve losse“ – erstaunlich, wieviel Jesus in mancher kölschen Floskel steckt!
Im Namen aller Seelsorgerinnen und Seelsorger von Köln-Mitte, wünsche ich Ihnen eine schöne und gesegnete Woche.
Uli Merz, Diakon und geistlicher Leiter von Kirche für Köln in St. Michael
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